|
Um 1280 wurde die Kirche in Beucha das erste mal erwähnt. Die Kirche wurde als Wehrkirche mit Beuchaer Granitporphyr errichtet. Mit ihrem romanischen Turmunterbau ist sie ältestes Bauzeugnis des Ortes. Die heutige Sakristei war der Kirchenraum. Der alte Friedhof um die Kirche ruht seit den 20er Jahren. Der neue Friedhof wurde am 01.02.1914 eingeweiht. Das Tor (Steinbogen) zwischen altem und neuen Friedhof besteht noch, ist aber sehr baufällig. Hinter dem Haupttor vom neuen Friedhof beginnt die fast 90-jährige Lindenallee. Wenn man vom Wasserturm kommend zur Kirche geht, befindet sich rechter Hand der Gedenkstein der Familiengrabstätte der Stephanis. Über Jahrzehnte hinweg prägten diese drei Männer die Geschichte Beuchas. Magister Friedrich Gottlob Stephani erhielt 1785 den Ruf zum Predigeramtes in Beucha und Zweenfuhrt. In unermüdlicher Tätigkeit war er vorbildlicher Seelsorger seiner Gemeinde. Im Juni 1811 fand er unter großer Anteilnahme, bei der großen Linde auf dem Berg von Beucha, seine letzte Ruhestätte. Der Sohn, Magister Eduard Stephani, wurde sein Nachfolger. Er war bis 1856 Pfarrer von Beucha. Sein Sohn Martin Eduard Stephani wurde 1817 in Beucha geboren (gestorben 1885) und war als Rechtsanwalt in Leipzig tätig. Er wurde in der Stadt Leipzig Vizebürgermeister, Abgeordneter im Sächsischen Landtag und Mitglied im Deutschen Reichstag. Den Gedenkstein verdankt Beucha dem Initiator und Spender, dem Freudentaler Arthur Gräf. Der Friedhof in Beucha ist ein ev.- luth. Friedhof. Weltliche Trauerfeiern können nur in der Trauerhalle stattfinden. Auf dem Beuchaer Friedhof sind Erd- und Urnenbestattungen möglich.
|