|
Der älteste Brandiser Friedhof hat unmittelbar um die Stadtkirche herum gelegen. Doch 1704 wurde ein neuer Friedhof auf freiem Feld an der heutigen Leipziger Straße angelegt. Eine erste Erweiterung erfuhr der Brandiser Gottesacker 1738 durch die Hinzunahme des Pfarrgartens. Auch wurde der Friedhof in diesem Jahr mit einer Mauer und einem Tor versehen. Die Sandsteinsäulen und das schmiedeeiserne Tor am Eingang des Friedhofes stammen aus dem Jahr 1897. Gleich am Eingang des Friedhofes befindet sich ein Gedenkstein für die verstorbenen Kameraden der Brandiser Feuerwehr. Unweit des 1897 geschaffenen Umlenkplatz für Begräbniswagen, befindet sich von einem schmiedeeisernen Zaun umgeben, die Begräbnisstätte der Familie Pentz, welche von 1849 bis 1934 das Brandiser Schloß und Rittergut besessen hat. Etwas weiter westlich befindet sich ein schwarzer Grabstein für die während des zweiten Weltkrieges umgekommenen italienischen Kriegsgefangenen. Hinter der Friedhofsmauer wurde 1946 ein Ehrenmal für die in Brandis und Umgebung ebenfalls in dieser Zeit umgekommenen 302 russischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen errichtet. Nach Anlegung des Friedhofes in der Waldstraße am 01. Juni 1963 wurde der bisherige Friedhof als „Alter Friedhof“ bezeichnet.
|
|
Der „Neue Friedhof“ in der Waldstraße hat eine Größe von 2,0 ha. Der „Neue Friedhof“ ist ein sehr schön angelegter Kommunaler Friedhof am Rande der Stadt Brandis. Er hat eine Trauerhalle mit ca. 60 Sitzplätzen, einen Abschiedsraum sowie mehrere Kühlzellen. Auf dem Friedhof gibt es eine Urnengemeinschaftsanlage ohne individuelle Grabgestaltung (Urnenhain). Der Urnenhain ist für Personen, die beim Ableben ihren Wohnsitz in Brandis, Beucha, Polenz Wolfshain oder Waldsteinberg hatten, des weiteren gibt es Erd- und Urnengrabstätten. Es können weltliche und kirchliche Bestattungen durchgeführt werden, wobei bei kirchlichen Bestattungen das Glockengeläut, aus der ca. 400 m entfernt stehenden Kirche, auf dem Friedhof gut zu hören ist.
|