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Auf dem Friedhof Colditz steht die Nicolaikirche, der Steinbau wurde im frühen 12. Jahrhundert errichtet. Darin eingepfarrt wurden die Dörfer Terpitzsch, Zollwitz, Koltzschen, Hausdorf und Zschadraß. Doch nach der in Colditz schon 1518 eingeführten Reformation, fanden die Gottesdienste in der Hauptkirche St. Egidien statt. Das Amt erklärte das Gelände um die Nicolaikirche als Platz für die Totenbestattung. Dies brachte insofern für die Nicolaikirche eine schmerzliche Veränderung mit sich, als die dort eingepfarrten Bewohner der „Vorstadt” und der Landgemeinden in die St. Egidienkirche übernommen wurden. Die Glocken von St. Nicolai erhielt das Rathaus. Erst die Einrichtung des Gottesackers für die gesamte Kirchgemeinde Colditz 1567, wies der Nicolaikirche wieder eine Bestimmung zu. Bis auf wenige Veränderungen in der späteren Zeit ( Fenster nach Süden und Tor an der Westseite, Empore von 1571, Altar und Kanzel) ist das Gebäude in seiner romanischen Bauweise erhalten geblieben. Aus dem verwaisten Kloster Geringswalde erhielt sie 1590 eine Glocke, 1591 einen wertvollen Kruzifix. Im 30jährigem Krieg aber verwüsteten kaiserliche Truppen das Gotteshaus. Während der Freiheitskriege diente es als Gefangenenlager und Lazarett, so dass bis zu seiner Wiederherstellung 1825 keine Leichenpredigt darin gehalten werden konnten.Die Begräbniskapelle hat eine überwölbte Apsis, ein Tonnengewölbe im Chor und ein einfach gedecktes Schiff. An der West – und Südseite stehen eindrucksvolle gestaltete Grabmäler des 17. bis 19. Jh. Die romanische Kirche der früheren Fernkaufleute ist ein kulturgeschichtlicher Schatz der Stadt Colditz. In den letzten Jahren wurde die Leichenhalle renoviert. Auf dem Friedhof befindet sich neben Familien und Urnengräbern auch eine Urnengemeinschaftsanlage ( UGA ).
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