|
Schon so lange es in Dornreichenbach eine Kirche gibt, ist sie von einem Friedhof umgeben. Sicherlich wird er im Dreißigjährigen Krieg am stärksten belegt gewesen sein. Nachdem im Jahre 1637 schwedische Truppen das Dorf zerstört und die Einwohner vertrieben oder getötet hatten, lag er 15 Jahre wüst. Heute finden wir auf dem Gelände keine Zeugnisse aus dieser Zeit mehr. Der älteste Grabstein stammt aus der Zeit des Barock. Er ist stark verwittert und die Schrift ist unleserlich geworden. Es soll dort ein Heydaer Müller begraben worden sein. Am Rande des Friedhofes befindet sich die Gruft der Familie von Minckwitz, die einst das Rittergut besaß. Hinter dem Altarraum der Kirche liegt die Ruhestätte der ehemaligen Heydaer Rittergutsbesitzer von Carlowitz-Hartitzsch. An der Turmseite sind Gedenksteine für die Opfer beider Weltkriege angebracht. Die modern eingerichtete Friedhofskapelle ist harmonisch dem Kirchengebäude angepasst und bereichert das Bild des Friedhofes. Der Haupteingang liegt direkt neben dem alten Pfarrhaus von 1669. Mächtige Bäume spenden Schatten für einen würdigen Ort der Ruhe, der zum Verweilen einlädt.
|