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Als am Ende des 12. Jahrhunderts auf einem Hügel in Engelsdorf die Chorturmkirche errichtet wurde, wurden um diese herum ebenfalls Grabstellen angelegt. Einige wenige Grabsteine erinnern noch an die Zeit der Völkerschlacht bei Leipzig. Unter anderen der blockförmige Grabstein für die Familie von Pfarrer Christian August Schmidt, geboren am 14.1.1752 zu Leipzig. Er übernahm das Pfarramt am 10.10.1794 und starb am 08.11.1838.
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Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke Leipzig - Dresden und der Errichtung der Eisenbahnausbesserungswerkes um 1900, stieg die Bevölkerungszahl sprunghaft. Auch der Friedhof musste erweitert werden, zunächst um den südlich gelegenen Platz vor dem Friedhof. Mit der späteren Erweiterung, dem heutigen Westfriedhof, wurde die Friedhofsfläche fast verdoppelt. Dort befinden sich auch noch Gräber von deutschen und ausländischen Kriegsopfern des 1. und 2. Weltkrieges und ein Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer. Nach dem 2. Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge, so dass die Bevölkerungszahl weiter anstieg und sich eine weitere Erweiterung nun nach Osten, dem heutigen Ostfriedhof, notwendig machte. Auffällig ist, dass dieser Friedhofsteil Halbkreisförmig angelegt ist. Im Eingangsbereich des Friedhofes befinden sich Gräber von Schwestern des Karmeliterordens, die 1931 das Katholische Kinderheim gründeten und betreuten. Nach 1989 wurde im Eingangsbereich auch ein Gedenkstein für den früheren Bürgermeister Arthur Winkler, der auf dem Südfriedhof bestattet ist, errichtet. Die parkähnliche Anlage wird täglich von über hundert, meist älteren Menschen, besucht. Eine Leichenhalle zur Abschiednahme von Verstorbenen steht zur Verfügung. Bestuhlung für ca. 30 Personen ist vorhanden. Hier werden auch die weltlichen Trauerfeiern abgehalten. Es gibt Grabstellen für Erd- und Urnenbestattungen. Eine kleine Urnengemeinschaftsanlage ist angelegt.
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