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Da der Friedhof in Liebertwolkwitz um die Kirche zu klein wurde, entschloß man sich, einen neuen auf dem der Kirchgemeinde gehörenden Land, am Dorotheenplatz anzulegen. Im Herbst 1853 war die Anlage fertiggestellt. Es handelte sich um den Teil des jetzigen Friedhofs, den wir heute als den „Alten Friedhof“ (nach dem Feuerwehrdepot zu gelegen) bezeichnen. Die Einweihung des Friedhofs wurde durch Pfarrer Voigt, mit der ersten Beerdigung am 16.11.1853 vollzogen. 1881 wurde wiederum eine Erweiterung notwendig. Man legte daher, östlich neben dem Friedhof, ebenfalls auf Kirchgemeindeland eine neue Begräbnisstätte an. Man nennt diesen Teil heute „Neuer Friedhof“. In dem selben Jahr wurde auf dem neuen Friedhof eine Begräbniskapelle gebaut. Bis dahin haben wahrscheinlich, wie in vielen ländlichen Gemeinde, die Beerdigungsfeiern an den Gräbern stattgefunden.
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Der Bau der Kapelle ist aus Spenden von Kirchgemeindegliedern und von Frau Auguste Schulze aus Leipzig, Witwe des einstigen Hofrates Reinhold Schulze finanziert wurden. Beide wurden links neben dem Eingang zur Friedhofskapelle bestattet. Die Einweihung der Kapelle und des Friedhofteils erfolgte am Sonntag, dem 10.07.1881 durch Pfarrer Achilles. Nach dem zweiten Weltkrieg war nochmals eine Erweiterung des Friedhofs nötig. Man legte deshalb 1945/46 auf einem Stück des Kirchgemeindelandes südlich des neuen Friedhofs eine weitere Begräbnisstätte an. Sie wird als „Erweiterter Friedhof“ bezeichnet.
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Der Friedhof Liebertwolkwitz hat heute eine Fläche von 1,3 ha. Es sind Wahlgrabstellen, Urnenwahlgrabstellen, Reihengrabstellen und eine Urnengemeinschaftsanlage (UGA) für Verstorbene ohne Angehörige vorhanden. 1993 erfolgte die Rekonstruktion der alten kommunalen Leichenhalle mit Erweiterungsbau und Bereitstellung einer Kühlzelle.
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