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Der Neue Israelitische Friedhof hat eine Größe von 2,3 Hektar. 1925 wurde am nördlichen Standrand auf einem schon im Jahr 1901 durch die jüdische Gemeinde erworbenen Arial der 3.- jüdische Friedhof der heutige „Neue Israelitische Friedhof angelegt. Er dient seit 1927, von 1938-1945 unterbrochen durch die nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, als Bestattungsplatz für Leipzigs jüdische Mitbürger. Auf ihm wurde 1937 durch die Nazis erzwungene Umbettungen vom 1. israelitischen Friedhof durchgeführt so dass die Verstorbenen von einst hier ihre letzte Ruhe fanden. Die von Wilhelm Haller in 18-monatiger Bauzeit entstandene Friedhofskapelle wurde in der „Reichskristallnacht“ 1938 in Brand gesteckt und 1939 gesprengt. Seit Januar 1940 fanden Urnenbeisetzungen auf dem „Alten“ und „Neuen“ Friedhof statt. Dabei handelt es sich um vermeintliche sterbliche Überreste der Leipziger Juden die auf Grund ihrer polnischen Staatsbürgerschaft im Herbst 1939 verhaftet wurden und in Buchenwald und Sachsenhausen ermordet wurden. Beim Bombenangriff am 4. Dezember 1943 wurden ca. 1.100 Grabsteine umgeworfen oder beschädigt. Am 8. Mai 1951 wurde ein Mahnmal für die ermordeten Leipziger Juden geweiht. 1953 wurde mit dem Bau einer neuen Feierhalle begonnen, die am 09. November 1955 eingeweiht wurde. Im April 1972 begannen umfangreiche Baumaßnahmen zur Erneuerung der Feierhalle, verbunden mit der Neueinrichtung der religiös-rituellen Räumlichkeiten.
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