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Der Leipziger Südfriedhof ist mit 82 ha, die größte Friedhofsanlage in Leipzig und gilt zu Recht als einer der größten und schönsten Parkfriedhöfe in Deutschland. Die 120 Jahre alte Leipziger Ruhestätte gilt weithin als Vorbild neuzeitlicher Friedhofsgestaltung. Die Anlage wurde durch den Stadtbaurat Hugo Licht (1841-1923) und Gartendirektor Otto Wittenberg (1834 - 1918) mit der Wegführung in Form eines Lindenblattes entworfen. Damit bezogen sich die Gestalter auf den slawischen Ursprungsnamen Leipzigs. „Der Ort auf dem die Linden stehen“. Die geschwungenen Wege, mit ihrem dichten Baumbestand wertvoller Gehölze, vom Mammutbaum bis zur Traueresche und dem mehr als 10.000 Rhododendronbüschen prägen den besonderen Charakter dieser Ruhestätte. Den Mittelpunkt des Friedhofes bildet das von 1907 bis 1909 durch Otto Wilhelm Scharenberg errichtete Krematorium. Die Kapellenanlage gliedert sich in drei Trauerhallen, die Hauptkapelle, für über 600 Personen, die Ostkapelle, wurde in Kreuzform gehalten, die Westkapelle, war als Sprechhalle vorgesehen, und diente den weltlichen Feiern. Des weiteren befinden sich in der Kapellenanlage Abschiedsräume und ein Urnenüberführungsraum. Eine Fülle kulturhistorischer, wertvollen Grabmäler bedeutender Persönlichkeiten, zeugt vom Rang Leipzig´s in der europäischen Geschichte. Der Friedhof verfügt über Urnenreihengräber, Urnenwahlgräber, Urnengemeinschaftsanlagen ohne und mit namentlicher Gestaltung sowie einer naturbelassenen, an einem Baum liegenden Grabstätte, sowie Erdreihengräber, Erdwahlgräber und Erdbegräbnis-Wandstellen.
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