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Natürlich ist der ursprüngliche Friedhof auch in Thallwitz um die Kirche angelegt, woran dort auch noch einige interessante Grabsteine aus dem 16. Jahrhundert erinnern. Nach der letzten großen Pestzeit von 1634-35 war der Kirchhof mit Gräbern vollgelegt. Man fürchtete auch, dass aus den Gräbern die Pest wieder hervorkriechen könnte. So wurde 1635 der neue Friedhof angelegt, neben dem Gutsbezirk, am damaligen Ortsausgang gen Lossa. Es ist ein großes Feld, fast quadratisch, von einer 2 m hohen Mauer eingefriedet. Eine Allee von mächtigen 100-jährigen Linden vom Eingang über den ganzen Friedhof bis zur Feierhalle am anderen Ende ist der besondere Schmuck und verleiht Würde. Vor allem an dieser Allee entlang sind die Gräber angelegt. Ein weiteres Gräberfeld reiht sich parallel zur Mauer, etwas verschwiegener und zurückhaltender. Natürlich gibt es auch ein Viertel des Friedhofs für die Urnengräber. Wenn das Wetter nicht ganz ungünstig ist, findet man auf dem Friedhof immer einen netten Gesprächspartner, wenn man will; denn der Friedhof in Thallwitz gehört offenkundig zum täglichen Leben.Einzig die Feierhalle läßt noch zu wünschen übrig. Sie wurde um 1955 gebaut und hat eben dieses Niveau mit nur 24 Sitzplätzen. Den Verantwortlichen ist dieser Mangel wohl bewußt. Alle Vorbereitungen für einen Neubau sind abgeschlossen, die Pläne im Fach bis das nötige Geld da ist zum Bau.
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